Verband Bildung und Erziehung

Mecklenburg-Vorpommern

Diese Aufforderung äußerte die Bildungsministerin Birgit Hesse im Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstand des VBE am 9. Mai häufig. Dabei zeigte sich gerade beim ersten Thema – die Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe – dass die jeweiligen Überlegungen in eine ähnliche Richtung weisen: „Bevor die Frage nach der Dauer des gymnasialen Bildungszweigs auf den Tisch kommen soll, muss sich darüber verständigt werden, welche inhaltlichen Bestandteile für das Abitur obligatorisch sein sollen“, so Michael Blanck,  Landesvorsitzender des VBE.  
Auch beim Thema Einstellungsverfahren zeichneten sich Gemeinsamkeiten zwischen den Positionen des VBE und denen des Ministeriums ab: Dringend müsse der Arbeitgeber die Voraussetzungen schaffen, den leidigen Zustand zu überwinden, bei dem  viele der im Land ausgebildeten Referendarinnen und Referendare nicht am Auswahlverfahren für offene Lehrerstellen zugelassen werden können.

In Sachen Inklusion machte Michael Blanck dagegen deutlich, dass der VBE noch viele offene Baustellen sieht, deren Bearbeitung dringend geboten sei. Förderschullehrkräfte beispielsweise, die auf Grund der sukzessiven Schließung ihrer Schulen auch an Grundschulen versetzt werden, laufen Gefahr durch die Rückgruppierung deutlichen Nachteilen zu unterliegen. Blanck regte an, den Unterricht in den DFK-Klassen zum sonderpädagogischen Förderbedarf zu rechnen, so dass viele Kollegen damit die Gelegenheit erhalten, über 50% als Förderschullehrkraft zu arbeiten.
Das Land solle außerdem bei Förderschullehrkräften darauf achten aus einer Versetzung an die Grundschule in den nächsten beiden Jahren eine Abordnung zu machen. Damit würde eine doppelte Benachteiligung verhindert werden: Die drohende Rückgruppierung und eine neu beginnende Stufenlaufzeit von 5 Jahren für das mögliche Erreichen der Entgeltstufe 6.
Der Vorstand des VBE mahnte überdies zur frühzeitigen Implementierung von Schulgesundheitsfachkräfte und verwies auf die absehbare zusätzliche Belastung der Lehrkräfte bei der Umsetzung der Inklusionsstrategie, wenn sie nicht mit Augenmaß vorangetrieben werde. Zusätzliche Belastungen entstünden bereits dort, wo Inklusionsfortbildungen für Schulen verpflichtend seien. Viele kleine Schulen, besonders in den östlichen Landesteilen, müssten hierzu Lehrkräfte zur Fortbildung schicken obwohl sie bereits unbesetzte Stellen im Kollegium hätten.
„Wie wäre es, wenn wir gemeinsam am Modell 25 plus 2 weiterdenken“, lud Michael Blanck die Chefin über 12.000 Lehrerinnen und Lehrer im Land ein. Das Modell sieht vor, dass bei einer Bezahlung von 27 LWS, die Lehrkraft 25 Stunden Unterricht gibt und für weitere zwei Stunden für potentiellen Vertretungsunterricht zur Verfügung steht. „Damit hätten die Schulen genau die passenden Fachkraft für den auftretenden Unterrichtsausfall“, argumentiert Blanck und die Lehrerinnen und Lehrer wären merklich entlastet.  Der VBE warb mit diesem Modell bereits beim Vorgänger Brodkorb für eine de facto Herabsetzung der Unterrichtsstunden. Vor dem Hintergrund der Einführung inklusiver Beschulung und den damit verbundenen zusätzlichen Anforderungen für alle Lehrkräfte sind solche Maßnahmen ernsthaft zu diskutieren.
Deutliche Kritik übte der VBE am derzeitigen Stand des Unterrichtsportals auf der Website des Ministeriums. Es fehle an Systematik und Übersichtlichkeit und verfehle damit seinen Zweck. Die Anregungen wurden gerne aufgenommen.
Zum Schluss lud der VBE-Vorstand die Ministerin zum Norddeutschen Lehrertag im Herbst nach Schwerin ein. Sie überlegte nicht lange, checkte ihre Termine und entgegnete lächelnd „den Termin habe ich schon mal geblockt “.
Die angenehme Gesprächsatmosphäre, das offene Ohr der Ministerin und die kritisch-konstruktiven Beiträge machten das erste Treffen zu einem gelungenen Termin für beide Seiten – auch wenn die VBE-Schultüte für  die Ministerin statt Süßigkeiten nur einen Zettel mit Hausaufgaben enthielt.

Termine

14.10.

9.Norddeutscher Lehrertag in Schwerin

13.10.

Nordtreff VBE in Schwerin

09.11.

Deutscher Lehrertag in Dortmund

Geschäftsstelle

Simone Thönelt
Heinrich-Mann-Str. 18
19053 Schwerin

Geschäftszeiten
Dienstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Mittwoch: 8.30 – 13.30 Uhr
Donnerstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Freitag: 8.30 – 13.30 Uhr

Tel. 0385/555497
Fax 0385/5507413

Ludwigslust-Parchim

Wissenswertes rund um die Altersrente für Lehrkräfte

Eine Informationsveranstaltung zum Thema findet am 30.03.17

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Mecklenburgische Seenplatte

Sommertreffen der Regionalgruppe MSE

Am 23.06.2017 um 16:00 treffen wir uns  bei hoffentlich  schönem Wetter in Jabel an der Gaststätte „Zur Eibe“ .

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Rostock

Info-Veranstaltung zum Thema Schulrecht am 23.März
Die RG Rostock lädt ein ... Weiterlesen ...

Nordwestmecklenburg/Schwerin

RG hat gewählt

Als Regionalbeauftragter der RG wurde Peter Metzler gewählt.

 

Vorpommern-Greifswald

16.11 Pasewalk und 07.12. Usedom

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Vorpommern-Rügen

Film "Ich Du inklusion" am 27. Juni 2017 um 17.15 Uhr im CineStar Greifswald
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