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Presseerklärung des VBE-MV - 17. März 2021

Schulen fühlen sich mit dem Tempo überrollt

„Wieder einmal dürfen die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter*Innen als Fußvolk das ausbaden, was die Landesregierung in Eile entschieden hat.“, so der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, auf die heute gestartete Erweiterung der Schulöffnungen. Hintergrund ist, dass am Freitag bekannt wurde, dass ab heute in allen Landkreisen und kreisfreien Städten außer Nordwestmecklenburg wieder mehr Schülerinnen und Schüler in die Schulen kommen. Diese sollen zuerst unter Aufsicht der Lehrkräfte auf Freiwilligkeit beruhend, einen Corona-Selbsttest durchführen. Blanck: „Das Tempo ist nicht zu verstehen und hat mit sinnvoller Schulplanung nichts zu tun.“ Aus Sicht des VBE haben viele Lehrkräfte am Wochenende das Distanzlernen für ihre Schülerinnen und Schüler für diese Woche vorbereitet. Dann am Montag zu erfahren, dass sie allerdings einen Teil der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht begrüßen dürfen, hat diese aufwendige Arbeit ad absurdum geführt.
Am Montagnachmittag kamen dann die Informationen zu den Selbsttests. „Natürlich begrüßen wir, wenn wir alle Personen, die in Schulen kommen, regelmäßig testen. Aber das muss gut vorbereitet sein, auch in der Kommunikation. Und das benötigt mehr zeitlichen Vorlauf. Die Lehrkräfte fühlen sich als letztes Glied der Kette derzeit regelrecht verkauft, die das ausbaden müssen, was seitens der Politik schnell umgesetzt werden soll. Um in der Schulrhetorik zu bleiben: 6 – setzen!“, so der VBE-Landesvorsitzende. Nicht wenige Lehrkräfte fühlen sich mit der Situation überfordert und hatten Befürchtungen, für Fehler oder eventuelle Verletzungen bei den Tests verantwortlich gemacht zu werden. Blanck: „Man stelle sich 24 7- 8- oder 9- jährige Schülerinnen und Schüler mit einer Lehrkraft im Raum vor. Viele lebhafte Kinder dabei. Nicht bei allen liegt die Erlaubnis vor. Wie sollen Kinder verstehen, dass sie das nicht machen dürfen, was der Banknachbar gerade macht? Wer hilft, wenn sie mit den Röhrchen, dem Abzählen der Tröpfchen nicht klarkommen? Wie reagieren die Kinder, wenn bei einem Kind ein positives Ergebnis angezeigt wird? Wie werden die Utensilien auch bei positiven Ergebnissen entsorgt und wie wird desinfiziert?, usw. Auf alle diese Fragen hätten sich Lehrkräfte im Vorfeld Antworten gewünscht. Es geht nicht darum, dass sich Lehrkräfte verweigern. Es geht darum, dass Lehrkräfte Sicherheit benötigen, um diese auch auf die anvertrauten Schülerinnen und Schüler übertragen zu können.“
Aus Sicht des VBE wäre zumindest in den ersten Wochen der Durchführung dieser Tests zusätzliches medizinisches Personal notwendig gewesen. „Man hätte darüber sprechen müs-sen, ob man in den ersten Wochen nicht Medizinstudierende oder Auszubildende in Kranken- und Pflegeberufen unterstützend für die Durchführung in die Schulen holt. Alles das wäre bei einer rechtzeitigen und vernünftigen Kommunikation vorgedacht werden können. Wenn jetzt Lehrkräfte, die aus verständlichen Gründen, eine Beaufsichtigung der Tests abgelehnt haben, dienstrechtliche Konsequenzen befürchten müssen, wäre dies ein nächstes schlechtes Zeichen. Ja, wir sind nach wie vor für den Dreiklang zwischen Testung – Impfung und Öffnung, aber immer bei qualitativ guter Vorbereitung und Kommunikation!“, so der VBE-Landesvorsitzende abschließend.

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