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24.08.2020 Mehr Lehrkräfte für Schulen - Presseerklärung

„Wir benötigen mehr ausgebildete Lehrkräfte in den Schulen, um den Bildungs- und Erziehungsauftrag voll umfänglich zu erfüllen.“, fordert der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, im Zusammenhang zur Diskussion zu mehr Lernzeiten. Blanck: „Jegliche Diskussion um die Verlängerung der Schulzeit oder mehr Lernzeiten geht ins Leere. Schon jetzt fehlt in vielen Schulen das notwendige Personal, um ein volles Lernangebot zu machen. Mehr Lernzeiten wie zusätzliche Schuljahre erfordert aber noch mehr Lehrkräfte.“ Der VBE fordert deshalb, die Einstellungsregularien zu vereinfachen und über den Grundbedarf auszuschreiben. Bereits die ersten Schulwochen unter Corona-Bedingungen haben gezeigt, dass die Lehrkräfte am Limit arbeiten. Seit Jahren werden die ausgeschriebenen Stellen nicht vollständig besetzt. Dazu kommen die 191 Lehrkräfte, die aufgrund von Vorerkrankungen im Homeoffice arbeiten, und 206, die nur bedingt eingesetzt werden können. Alles das wirkt sich in Schule aus, sodass diese nicht das volle Angebot anbieten können. Von Teilung der Lerngruppen, wie es unter Corona-Bedingungen notwendig wäre, sind Schulen weit entfernt. Zusätzlich belastend wirken sich u. a. die enorme Zunahme von Aufsichten und die Beschulung von Schülerinnen und Schüler im Homeoffice neben der vollen Unterrichtsverpflichtung aus.

Blanck: „Um den Bildungs- und Erziehungsauftrag in vollem Umfang erfüllen zu können, benötigen wir eine 110-prozentige Unterrichtsversorgung. Das bedeutet, dass wir 10 Prozent mehr Stellen ausschreiben müssen als bisher, um Bildungsungerechtigkeiten zu vermeiden. Dazu muss ausgeschrieben, ausgeschrieben und ausgeschrieben werden. Und um diese Stellen dann auch mit ausgebildeten Lehrkräften besetzen zu können, müssen die Einstellungsverfahren vereinfacht werden.“ Aus Sicht des VBE gehen immer noch zu viele junge Lehrkräfte verloren, die in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet werden. Und das kann sich das Land nicht mehr leisten. In diesem Zusammenhang werden die Ausbildungsschulen eine zentrale Rolle spielen. „Damit uns aber keine Lehrkraft verloren geht, muss den jungen Nachwuchskräften frühzeitig klar sein, an welcher Schule sie künftig eingesetzt werden. Und mit der Erhöhung der ausgeschriebenen Stellen wird es auch für diejenigen interessanter, die im ersten Anlauf nicht an ihre Wunschschule kommen. Der zweite Schritt muss dann die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sein. Dabei wird die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung eine entscheidende Rolle spielen. Junge Leute gehen schneller in andere Bundesländer, wenn sie dort für das gleiche Geld eine geringere Unterrichtsverpflichtung haben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt eine immer größere Bedeutung. Wenn jetzt nicht reagiert wird, wird das für die Zukunft des Landes gravierende Folgen haben. Dessen sollten sich alle, die dafür Verantwortung tragen, bewusst sein.“, so Blancks abschließende Mahnung an alle Entscheidungsträger.

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