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01.08.2020 Presseerklärung des VBE MV

"Schulstart mit Zuversicht und Magengrummeln"
Das neue Schuljahr ist bestmöglich unter den gegebenen Voraussetzungen in den Schulen des Landes vorbereitet worden. Dazu stellt der Landesvorsitzende des Ver-bandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, fest: „In den Schulen wurde in den letzten Tagen intensiv gearbeitet, um die Einschulungen und den Schulstart so gut es geht vorzubereiten. Jetzt gilt es, diesen Start auch mit Zuversicht umzusetzen.“ Aus der Sicht des VBE werden die meisten Schulen weit mehr Präsenzunterricht als die Mindestvorgaben anbieten. Das ist aber immer von der personellen Situation vor Ort abhängig. Blanck: „Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler wieder einen gut strukturierten Schulalltag nach der langen Zeit der Einschränkungen bekommen. Und natürlich wird es auch darum gehen, versäumten Stoff nachzuholen, Lücken zu schließen und Nachteile durch den Lockdown auszugleichen. Wir dürfen aber auch nicht so tun, als wenn ein halbes Jahr nichts getan worden wäre. Das würde der intensiven Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern und natürlich auch der Schülerinnen und Schüler nicht gerecht werden. Natürlich wird es einige Schülerinnen und Schüler mit großen Lücken im Lernstand geben, wie aber auch welche, die den gleichen Lernstand haben, als wenn normaler Unterricht erfolgt wäre.“

Den Schulen ist schon bewusst, welche Verantwortung sie haben und das der Schulstart bundesweit genau beobachtet wird. Der VBE-Chef: „Natürlich haben wir Lehrerinnen und Lehrer auch ein Bauchgrummeln, wenn wir an den Schulstart denken und parallel sehen, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Und vor allem die Sorglosigkeit, die sich in der Gesellschaft anscheinend immer weiter breit macht, bereitet uns Sorgen.“ Gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich natürlich auch immer in den Schulen wider. Selbst wenn in den Schulen konsequent alle Hygieneregeln eingehalten werden, ist den Lehrkräften schon klar, dass es nach und auch schon vor der Schule zu einer Vermischung der Gruppen kommen wird, die in den Schulen strikt getrennt werden. „Auch wenn in den Bussen des Schülerverkehrs eine Maskenpflicht gilt, stehen die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Gruppen und aus unterschiedlichen Schulen auch ohne Masken an den Bushaltestellen beieinander. Wir hätten uns auch gewünscht, dass eine Busbegleitung mindestens auf den wichtigsten Strecken mit vollen Schülerbussen, wie von uns bereits im April gefordert, umgesetzt wird, um auf Einhaltung der Regeln zu achten. Die Busfahrerinnen und -fahrer können dies nicht leisten.“ Auch ein Ausweichen auf sogenannte Eltern-taxen ist für den VBE keine Alternative, da auch hier häufig Kinder unterschiedlicher Gruppen und Schulen ohne Mund- und Nasenschutz transportiert werden. Dort, wo es möglich ist, sollte generell auf die Elterntaxen verzichtet werden, wie es der VBE gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem ökologischen Verkehrsclub in der Initiative „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ (s. hier)) fordert. Der VBE hätte auch erwartet, dass in der Sommerpause und in den Wochen zuvor, als die Schulen nur zum Teil geöffnet waren, neben einer Mängelbeseitigung u.a. bei Sanitäranlagen und Fenstern auch mehr Schutzvorkehrungen wie Plexiglasscheiben vor allem in kleinen Räumen umgesetzt worden wären.

Neben den zusätzlichen Belastungen, die die Pandemie mit sich bringen, dürfen aus Sicht des Verbandes aber auch die alten Probleme nicht aus dem Blick verloren gehen. Blanck: „Auch in diesem Sommer konnten trotz aller Bemühungen wieder nicht alle Stellen besetzt werden. So wird die Welle der unbesetzten Stellen, die wir vor uns herschieben, immer höher. Dazu fehlen die Lehrkräfte, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können. Alles das muss jetzt zusätzlich auf die Schultern der anwesenden Lehrkräfte verteilt werden. Die Belastung wird also enorm sein.“ Der VBE hätte genauso erwartet, dass gerade mit Blick auf den Lockdown die Um-setzung der Digitalisierung mehr Fahrt aufnimmt. Davon ist zu wenig zu spüren. Die meisten Schulen stehen auch heute noch genauso da wie im Februar. Blanck: „Der Eigeninitiative der Lehrkräfte werden so Grenzen durch die technische Umsetzung gesetzt!“

Trotz aller Probleme wünscht der VBE allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrern und allen anderen in Schulen beschäftigten Personen einen guten Schulstart. Der VBE-Chef: „Dafür tragen wir alle Verantwortung: Eltern, die ihre Kinder nur symptomfrei in die Schulen schicken und mit ihnen eindringlich über die Einhaltung der Hygieneregeln sprechen und auch Vorbild sind; wir als Lehrerinnen und Lehrer mit unser Vorbildwirkung und indem wir genau auf Einhaltung der Regeln in den Schulen achten; aber auch die Gesamtgesellschaft in der Beachtung der Regeln. Wir sollten nicht vergessen, der Virus ist nicht weg. Wie schnell es gehen kann, hat gerade das Beispiel in Hagenow gezeigt. Und ein Infektionsfall in einer Schule wird für eine ganze Region Auswirkungen haben. Es ist aber auch wichtig, dass wir Schülerinnen und Schülern mögliche Ängste nehmen, denn diese wären ein schlechter Begleiter im Lernprozess.“ Der VBE rät auch allen Lehrerinnen und Lehrern und dem weiteren pädagogischen Personal von den durch das Land angebotenen Tests bis zu den Herbstferien rege Gebrauch zu machen. „Nicht umsonst haben wir das als VBE lange gefordert. Das schafft doch eine gewisse Sicherheit und wird sich auch positiv auf die gesamte Schule auswirken.“, so Blanck abschließend.

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