Verband Bildung und Erziehung

Mecklenburg-Vorpommern

Mit dieser Ausgabe unserer Verbandszeitung starten wir eine Postkartenaktion, um die Eingruppierung in die A 13/EG 13 zur Regeleingruppierung an allen Schulformen zu fordern. Diese Forderung ist nicht neu, aber nötiger denn je. Auch die beendeten Tarifverhandlungen haben gezeigt, dass eine bundesweite Regelung durch Umsetzung der Paralleltabelle noch in weiter Ferne ist. Deshalb gilt es jetzt, in Mecklenburg-Vorpommern zu handeln. Der Landtag berät gerade über eine Schulgesetznovelle, nach der die inklusive Schule festgeschrieben werden soll. Unabhängig von anderen Parametern wie sächliche, personelle und bauliche Voraussetzungen, die aus unserer Sicht noch lange nicht gegeben sind, kann dies aber auch nur mit einer gerechteren Eingruppierung erfolgen. Gerade im Grundschulbereich fehlen uns jetzt schon ausgebildete Lehrkräfte. Aufgrund fehlender Hochschulabsolventen bundesweit wird sich die Lücke vergrößern. Lehrkräfte anderer Schulformen meiden den Grundschulbereich aufgrund der finanziellen Einbußen, obwohl wir seit Jahren Referendarinnen und Referendare in einer Doppelqualifikation haben.

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Grundschullehrkräfte haben heutzutage wie alle anderen Lehrkräfte ein Hochschulstudium absolviert. Die Eingruppierung für Hochschulabsolventen ist im öffentlichen Dienst in der Regel die A 13 bzw. EG 13. Warum weicht man im Lehrerbereich davon ab? Ein Rechtsgutachten, das der VBE in Auftrag gegeben hatte, hatte vor Jahren schon eindeutig gezeigt, dass diese Unterscheidung nicht gerechtfertigt ist. Für die Lehrkräfte mit DDR-Abschlüssen wäre dann eine Anerkennung aufgrund des Lehrerbildungsgesetzes aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung möglich.

Der Lehrerinnen und Lehrer in den Grundschulen haben den Wandel zu einer inklusiven Beschulung bereits seit Jahren als erste gespürt. In den Klassen unterrichten sie Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf. Nicht selten sind es mehr als fünf Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen. Also leisten sie mit jeder Stunde auch die Arbeit von Förderschullehrkräften. Warum sollten sie dann noch schlechter gestellt sein? Die Gefahr, dass Förderschullehrkräfte, die man an eine Grundschule versetzt, in der jetzigen Situation zurück in die EG 11 gruppiert werden, ist definitiv da. Auch aus diesem Grund benötigen wir dringend eine Eingruppierung aller Lehrkräfte in die A 13/ EG 13 als Eingangsamt. Dazu kommt, dass wir im bundesweiten Wettstreit um ausgebildete Lehrkräfte stehen. Gerade Grundschullehrkräfte werden künftig nicht in unser Bundesland kommen, da die benachbarten Länder Berlin und Brandenburg die Höhergruppierung bereits umgesetzt haben. Auch in Sachsen ist dies schon erfolgt, in Schleswig-Holstein gibt es einen entsprechenden Fahrplan. Andere Länder werden folgen. Wenn bei uns alles wieder erst „100 Jahre“ später erfolgt, werden unsere Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen und letztendlich auch die Schülerinnen und Schüler die Leidtragenden sein. Attraktivität sieht anders aus. Deshalb ist die Zeit mehr als reif! Unterstützen Sie uns dabei!  

Durchführung und Übergabe an die Ministerin

Für unsere Mitglieder haben wir zwei Postkarten dem VBE-Report I-2019 beigelegt. Reichen Sie eine an eine Kollegin/einen Kollegen weiter. Auch Eltern usw. können sich beteiligen. An die Grundschulen und Verbundschulen werden wir noch weitere Postkarten senden. Alle anderen bitten wir, mit unserer Geschäftsstelle Kontakt aufzunehmen, damit Sie ausreichend Postkarten erhalten. Es wäre gut, wenn diese Postkarten dann im Paket zurück an unsere Geschäftsstelle geschickt werden. Wir haben den Weg gewählt, dass diese erst zurück an unsere Geschäftsstelle gehen, damit wir diese dann gesammelt der Ministerin übergeben. Deshalb ist es wichtig, dass wir eine große Unterstützung bekommen. Auch wenn Sie nicht Grundschullehrerin und Grundschullehrer sind, zeigen Sie sich solidarisch und unterstützen Sie diese Forderung. Genauso erwarten wir von den Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer, dass sie uns in den weiteren Forderungen für andere Schulformen unterstützen!

Wir haben mehr vor!

Es gibt viel zu tun. Der Lehrerberuf in Mecklenburg-Vorpommern muss attraktiver werden! Unserem Verbandstag Anfang April liegen diesbezüglich einige Anträge vor, die inhaltlich nicht immer neu sind und wir sie schon länger gegenüber dem Bildungsministerium vertreten. Dazu gehören:

  • Absenkung der Unterrichtsverpflichtung in allen Schulformen. Wir haben aufgrund der angespannten Lehrkräftesituation schon lange ein Übergangsmodell 25 + 2 vorgeschlagen. Zwei Stunden der Unterrichtsverpflichtung werden als fachgerechte Vertretungsreserve oder anderen Tätigkeiten wie Doppelbesetzung genutzt.
  • Die Unterrichtsverpflichtung an den Gymnasien ist bundesweit am höchsten. Besonders Lehrkräfte in der Qualifikationsphase unterliegen einer sehr starken zeitlichen Beanspruchung. Hier muss es mehr Anrechnungsstunden geben. Denkbar wäre ein Modell, dass es für jeden Kurs mit mindestens drei Unterrichtsstunden eine Anrechnungsstunde gibt. Damit wären diese Lehrkräfte eigentlich nur denen in anderen Bundesländern gleich gestellt.
  • Die Verantwortung von Schulleitungen und die Aufgabenfülle nehmen stetig zu. Nur ein Stichwort: Datenschutz. Die Eingruppierung entspricht in vielen Bereichen schon lange nicht mehr den Erfordernissen. Hier muss unbedingt eine Verbesserung in der Besoldung passieren.
  • Das Eingangsamt ist für viele Lehrkräfte auch das Endamt, wenn sie in den Ruhestand gehen. Wir benötigen in allen Schulformen ausreichend Beförderungsämter.
  • Die Datenschutzgrundverordnung wirft viele Fragen zum richtigen Umgang mit Daten gerade in einem digitalen Zeitalter auf. Vor allem die Nutzung privater digitaler Endgeräte ist nicht nur fraglich, sondern rechtlich kaum noch umsetzbar. Deshalb kann es nur eine Schlussfolgerung geben: Der Dienstherr stellt jeder Lehrkraft ein entsprechendes Endgerät (Tablet/Laptop) zur Verfügung.
  • Wir benötigen an jeder Schule eine gesicherte Schulsozialarbeit.
  • Um ältere Lehrkräfte in der jetzigen Situation länger in Schule halten zu können, muss es sich für diese lohnen. Dazu erwarten wir attraktivere Angebote. Wir können uns „altersteilzeitmäßige Verträge“ genauso vorstellen, wie Anrechnungsstunden zur Unterstützung junger Lehrkräfte, um den eigenen Erfahrungsschatz weiter zu reichen. Auch die Höhe der Altersanrechnung und vor allem die Wirksamkeit der Altersanrechnung muss mit dem jeweiligen Erreichen des Lebensjahres eintreten.

Diese Anträge liegen u.a. unserem Verbandstag zur Beschlussfassung vor. Sollten diese von den Delegierten mitgetragen werden, werden die Inhalte Aufgabenfelder des neuen Landesvorstandes sein. Lassen Sie uns also gemeinsam das erste Ziel erreichen, so dass wir dann gemeinsam die anderen angehen können! Überzeugen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen, sich zu beteiligen. Hängen Sie unser Plakat aus.

Termine

29./30.11. 2019

Hauptvorstand

Geschäftsstelle

Simone Thönelt
Heinrich-Mann-Str. 18
19053 Schwerin

Geschäftszeiten
Dienstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Mittwoch: 8.30 – 13.30 Uhr
Donnerstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Freitag: 8.30 – 13.30 Uhr

Mail geschaeftsstelle@vbe-mv.de
Tel. 0385/555497
Fax 0385/5507413

Ludwigslust-Parchim

25.10.2018 Neustadt-Glewe

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Mecklenburgische Seenplatte

27.11.19 1.„Teacher Talk“ in MSE
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Rostock

04.10.2018 Rostock

Neuer Regionalvorstand

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Nordwestmecklenburg/Schwerin

20.11.2018, Schwerin

Neuer Regionalvorstand

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Vorpommern-Greifswald

11.11.19 Greifswald

Einladung zur Fortbildung Staatsrecht

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Vorpommern-Rügen

28.10.19 Greifswald

Einladung

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