Verband Bildung und Erziehung

Mecklenburg-Vorpommern


„Die Schulen hinken der digitalen Lebenswelt der Schülerwelt weit hinterher.“, stellt der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, trocken fest. Hintergrund sind die in dieser Woche veröffentlichten Ergebnisse einer bundesweiten forsa-Umfrage des Bundesverbandes des VBE zur Digitalisierung der Schulen. Danach verfügen bundesweit nur etwas mehr als ein Drittel der Klassenräume über einen Zugang zum schnellen Internet oder WLAN. An zwei Drittel der Schulen gibt es keine Klassensätze an Tablet-PCs und Smartphones.
„Auch wenn es für Mecklenburg-Vorpommern keine extra Erhebungen gibt, wird wohl keiner glauben, dass es bei uns besser aussieht.“, so der Landeschef des VBE weiter. „Leichte Verbesserungen in den letzten Jahren sind zwar erkennbar, trotz-dem ist dies ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Deutschland. Wenn wir dieses Tempo beibehalten, werden wir in 10 Jahren den heutigen Stand von Estland oder Lettland erreicht haben.“
Wie der VBE weiter feststellt, sind es häufig die Lehrkräfte, die sich privat weiterbilden, um den Anforderungen einer digitalen Welt ansatzweise gewachsen zu sein. Dazu kommt, dass häufig private Geräte sowohl der Lehrkräfte wie auch der Schülerinnen und Schüler zur Anwendung kommen. So stellt Blanck fest: „Wir benöti-gen in Schulen einen Breitbandanschluss wie auch eine Bandbreite unterschiedlicher digitaler Endgeräte. Dazu gehört auch ein Diensttablet oder Notebook für jede Lehrkraft. Und wir benötigen Fortbildungen innerhalb der Arbeitszeit.“ Bereits auf seinem Verbandstag Anfang April hat der VBE den konkreten Vorschlag unterbrei-tet, dass durch das Bildungsministerium aufgestellte Teams über mehrere Tage Kompaktkurse an jeder einzelnen Schule durchführen. Der VBE-Chef abschließend: „Das macht aber nur Sinn, wenn Schulen die entsprechende Ausstattung haben. Auch wenn für uns immer gelten wird, dass Pädagogik vor Technik kommt, kann nur so digitales und inklusives Unterrichten zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler eine Einheit bilden und erfolgreich sein."

Forsa-Umfrage

Forsa-Bericht

Der derzeitige geschäftsführende Vorstand hat sich trotz kurzer Amtszeit bereits auf ein 11-Punkte-Sofortprogramm zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes verständigt. Die Grundlage dieses Programms sind die Beschlüsse des Verbandstages.

1. A 13/EG 13 auch für Grundschul- und Einfachlehrkräfte (bei Einfachlehrkräften würde sich damit die Situation bei den Seiteneinsteigern entkrampfen, Anerkennung 2. Fach)
2. Vereinfachung der Einstellungsregelungen
3. Absenkung der Unterrichtsverpflichtung; als Übergangsmodell könnten wir uns eine 25 + 2 Regelung vorstellen: 25 Stunden zur Absicherung der Stundentafel, 2 Stunden Unterrichtsreserve für Vertretungsstunden, Zweitlehrer bzw. gegenseitiges Hospitieren etc.
4. Umsetzung der Altersanrechnung ab dem Monat, in dem man das entsprechende Alter erreicht; ab 63 Jahre drei Stunden Altersanrechnung
5. Weitere Entlastung der Lehrkräfte in der Qualifikationsphase; wir könnten uns ein Modell vorstellen, in dem man für einen Kurs mit mindestens 3 Stunden eine Anrechnungsstunde bekommt; bei 2-stündigen Kursen dann für zwei Kurse eine Stunde. Somit würde die Unterrichtsverpflichtung der hier arbeitenden Lehrkräfte denen anderer Bundesländer angepasst.
6. „ATZ“ – Verträge für ältere Lehrkräfte. Das Land übernimmt während der Laufzeit der Verträge die Zahlung für die Rentenkasse (z.B. Einmalzahlung) bis zur vollen Stelle, damit keine erneute Rentenkürzung eintritt.
7. Zahlung einer Zulage nach TV-L § 16 (5) ab dem 63. Lebensjahr, um diese Kolleginnen und Kollegen länger im Beruf zu halten.
8. Anrechnungsstunden für ältere Lehrkräfte, wenn diese junge Lehrkräfte bzw. Seiteneinsteiger unterstützen (Weiterreichen von Erfahrungen, kein Zusammenhang mit Mentorentätigkeit).
9. Beförderungsstellen an allen Schulformen
10. Verbesserungen für Schulleitungen (Eingruppierung, Anrechnung)
11. Seiteneinsteigerqualifizierung, bevor sie in den Unterricht gehen


Diese Punkte müssten aus unserer Sicht schnell umgesetzt werden. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge.

Umfrage unter Lehrkräften zeigt Probleme mit dem Handschreiben, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten
Die große Mehrheit der Lehrkräfte in Deutschland sieht eine Verschlechterung der für die Entwicklung einer Handschrift notwendigen Kompetenzen bzw. der Handschrift der Schülerinnen und Schüler allgemein. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut von September 2018 bis Januar 2019 durchgeführt hat. Die Studie trägt den Titel STEP 2019 („Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben"). Es beteiligten sich bundesweit über 2.000 Lehrkräfte an der Online-Befragung.
„Das Schreiben mit der Hand ist genauso wichtig wie das Lesen und die Rechtschreibung“, sagt Dr. Marianela Diaz Meyer, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Schreibmotorik Instituts. „Es geht dabei nicht in erster Linie ums Schönschreiben oder um eine Kulturtechnik, die heute mehr oder weniger verzichtbar erscheint. Beim Handschreiben – das belegen auch zahlreiche Studien – geht es um Bildung. Handschreiben unterstützt die Rechtschreibung, das Lesen, das Textverständnis, letztlich die schulischen Leistungen insgesamt.“ Diese positiven Wirkungen sehen auch über 90 Prozent der befragten Lehrkräfte.

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Für die Zukunft einer guten Schule muss jetzt das Ruder herumgerissen werden! Der dies-jährige Verbandstag des Verbandes Bildung und Erziehung, VBE, in Mecklenburg-Vorpommern ist eine klare Aufforderung für eine überfällige Kurskorrektur.
„An den Schulen fühlen wir uns wie auf einem großen Kreuzfahrtschiff – zu kleine Kabinen, nur die Hälfte der Mannschaft an Bord, vergessen vollzutanken, Funkverbindung ausgefallen, keine Rettungsboote. Die Katastrophe ist vorauszusehen und wird bei diesem Kurs eintreten. Ausbaden werden es die Passagiere und der Rest der Mannschaft: Die Schülerinnen und Schüler und die verbliebenen Lehrkräfte.“ Michael Blanck, der alte und neue Landeschef des VBE MV malt den Titanic-Kurs der derzeitigen Bildungspolitik mit drastischen Zeichen vor die Augen der anwesenden Bildungspolitikerinnen und Bildungs-politiker. Inklusion, Digitalisierung und Lehrermangel bergen die drei größten Leckagen am Rumpf des großen Schuldampfers MV. An Ministerin Birgit Hesse gewandt warnte Blanck: „Wenn Sie das Schiff weiterhin so steuern, werden immer mehr ältere Mannschaftsmitglieder den Rettungsring aufblasen und von Bord springen!“

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Die Anhörung im Landtag hat bei den Anzuhörenden zu sehr viel Unmut geführt. Daraufhin haben sich acht unterschiedliche Organisationen zu einem Bündnis für gute Schule zusammen getan. Ziel soll es sein, dass die Probleme und berechtigten Forderungen mehr Gehör finden. Wir waren als VBE natürlich mit dabei. Den ersten Aufschlag hat es letzte Woche in der Landespressekonferenz gegeben. Beteiligt sind neben dem VBE, die Schulleitervereinigung, die GEW, der Philologenverband, der Grundschulverband, der Verband der Sonderpädagogen, der Landeselternrat und der Landesschülerrat. Danach kam noch der Berufsschullehrerverband dazu und es ist auch noch mit mehr Partnern zu rechnen.

Das sich ein so breites Bündnis findet, hat für Aufsehen in der Politik gesorgt. So wurde z.B. die Verabschiedung des Schulgesetzes bereits um einen Monat verschoben, um noch einmal gründlicher beraten zu können. Auch wenn ich nicht die Hoffnung habe, dass alle für uns wichtigen Punkte umgesetzt werden, wollen wir natürlich nichts unversucht lassen.

Mit dieser Ausgabe unserer Verbandszeitung starten wir eine Postkartenaktion, um die Eingruppierung in die A 13/EG 13 zur Regeleingruppierung an allen Schulformen zu fordern. Diese Forderung ist nicht neu, aber nötiger denn je. Auch die beendeten Tarifverhandlungen haben gezeigt, dass eine bundesweite Regelung durch Umsetzung der Paralleltabelle noch in weiter Ferne ist. Deshalb gilt es jetzt, in Mecklenburg-Vorpommern zu handeln. Der Landtag berät gerade über eine Schulgesetznovelle, nach der die inklusive Schule festgeschrieben werden soll. Unabhängig von anderen Parametern wie sächliche, personelle und bauliche Voraussetzungen, die aus unserer Sicht noch lange nicht gegeben sind, kann dies aber auch nur mit einer gerechteren Eingruppierung erfolgen. Gerade im Grundschulbereich fehlen uns jetzt schon ausgebildete Lehrkräfte. Aufgrund fehlender Hochschulabsolventen bundesweit wird sich die Lücke vergrößern. Lehrkräfte anderer Schulformen meiden den Grundschulbereich aufgrund der finanziellen Einbußen, obwohl wir seit Jahren Referendarinnen und Referendare in einer Doppelqualifikation haben.

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Termine

21.September 2019

Norddeutscher Lehrertag

Geschäftsstelle

Simone Thönelt
Heinrich-Mann-Str. 18
19053 Schwerin

Geschäftszeiten
Dienstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Mittwoch: 8.30 – 13.30 Uhr
Donnerstag:  9.30 – 14.30 Uhr
Freitag: 8.30 – 13.30 Uhr

Mail geschaeftsstelle@vbe-mv.de
Tel. 0385/555497
Fax 0385/5507413

Ludwigslust-Parchim

25.10.2018 Neustadt-Glewe

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09.11.2018 Waren(Müritz)

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Rostock

04.10.2018 Rostock

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Nordwestmecklenburg/Schwerin

20.11.2018, Schwerin

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Vorpommern-Greifswald

29.10.18 Anklam

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Vorpommern-Rügen

06.11. Stralsund

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